Thomas Alva Edison

Thomas Alva Edison
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Thomas Alva Edison

Thomas Alva Edison (* 11. Februar 1847 in Milan, Ohio; † 18. Oktober 1931 in West Orange, New Jersey) war ein US-amerikanischer Erfinder auf dem Gebiet der Elektrizität und des Kraftwerkwesens. Seine Verdienste gründen in erster Linie auf der Marktfähigkeit seiner Erfindungen, die er mit außerordentlichem Geschick zu einem ganzen System von Stromerzeugung, Stromverteilung und Anlieferung des Stromes beim Verbraucher verbinden konnte. Im besonderen Maße ist eine Erfindung Edisons auch heute noch mit der Elektrizität in jedem Privathaushalt verbunden: Dem so genannten Edison-Gewinde, mit dem eine Glühlampe in die zugehörige Fassung geschraubt werden kann. Das aus Messingblech hergestellte Gewinde geht auf eine Erfindung Edisons zurück und zeichnet sich durch eine einfache Produktion sowie durch eine sichere Handhabung auch für einen Laien aus. In späteren Jahren verlegte Edison seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in den Bereich Verfahrenstechnik, wo ihm ebenfalls bahnbrechende Entwicklungen gelangen. Beispielsweise geht die Einführung des heute üblichen Kleinbildfilmes in der Filmkunst auf Edison zurück. In Anerkennung seiner Leistungen feiern die USA seit 1983 an seinem Geburtstag den National Inventor's Day.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Thomas Edison mit einem Zylinderphonographen am 18. April 1878
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Thomas Edison mit einem Zylinderphonographen am 18. April 1878

Etttt erhielt nur einige Monate geregelten Schulunterricht. Er wurde danach wohl durch seine Eltern weiter unterrichtet. Als er sieben Jahre alt ist, zieht die gesamte Familie nach Port Huron, Michigan, um. Nur vier Jahre später, 1859, steigt er als Zeitungsjunge ins Berufsleben ein: Er verkauft auf der Grand-Trunk-Eisenbahn zwischen Port Huron und Detroit Zeitungen und Süßigkeiten. Diese Tätigkeit lässt ihm wohl auch noch Spielraum zum Lesen. 1862 bringt er die von ihm in der Eisenbahn verkaufte Zeitung "The Weekly Herald" heraus. Außerdem macht er eine Lehre als Telegraphist bei J. U. MacKenzie in Mount Clemens, Michigan. Fünf Jahre lang, von 1863 bis 1868 arbeitet er als Telegraphist in Indianapolis, Cincinnati, Memphis, Louisville und Boston.

1868 meldet Edison sein erstes Patent an: auf einen elektrischen Stimmenzähler für Versammlungen (dieser wird im US-amerikanischen Kongress jedoch nicht eingesetzt, da Manipulationen befürchtet werden). 1869 wird er Betriebsleiter der Gold & Stock Telegraph Company in New York City, New York, und gründet die Firma Pope, Edison & Co. in New York. 1870 entsteht eine Fabrik zur Herstellung von Kurstelegraphen in Newark, New Jersey. 1871 heiratet er Mary Stilwell und entwickelt die erste funktionsfähige Schreibmaschine. Im Jahre 1872 kommt sein erstes Kind Marion auf die Welt, außerdem arbeitet er in einem Laboratorium in Menlo Park, New Jersey. Vier Jahre später wird sein Sohn Thomas geboren.

Thomas Alva Edison diktiert in seiner Bibliothek
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Thomas Alva Edison diktiert in seiner Bibliothek

Am 18. Juli 1877 erfindet Edison den Phonographen und hört als erster Mensch eine Aufnahme seiner eigenen Stimme - das erste aufgenommene Wort war "Hello". 1878 erhält er für den Phonographen das Patent, am 5. April 1878 tritt er der Theosophischen Gesellschaft bei [1], in diesem Jahr wird er Vater von William Leslie. 1879 leuchtet die Kohlefaden-Glühlampe mehr als 40 Stunden, am 31. Dezember gibt es eine Leistungsschau der elektrischen Anlagen in Menlo Park (Wizard of Menlo Park). Außerdem verbessert Thomas Edison das Telefon durch ein Kohlekörnermikrofon. 1880 entsteht im Menlo Park die erste Glühlampenfabrik. Bis 1881 werden unterirdische Kabel in New York verlegt und das Dreileitersystem eingeführt; außerdem erfindet er elektrische Sicherungen, Messgeräte und verbesserte Dampfmaschinendynamos. Am 4. September 1882 wird das erste Zentralkraftwerk der USA in New York, Pearl Street eröffnet, das Werk war in Gleichstromtechnik errichtet. 1883 erhält Edison ein Patent auf den nach ihm benannten Edison-Effekt; die Anmeldung erfolgt am 15. November. Am 9. August 1884 stirbt Edisons erste Frau an Typhus; er heiratet am 24. Februar 1886 Mina Miller.

Von 1887 an gibt es ein neues großes Laboratorium in West Orange, New Jersey. Bis 1890 verbessert er den Phonographen, das Diktiergerät (später vertrieben u.a. als Ediphone) und abziehbare und wieder verwendbare Phonographenwalzen. Er gründet die Firma Edison General Electric.

Als Edison merkte, dass Teslas Wechselstrom seinem Gleichstrom überlegen war, sah er seine letzte Möglichkeit sein Geld zu vermehren darin, den Wechselstrom herunterzuputzen. Edison entwickelte den Elektrischen Stuhl der mit Wechselstrom betrieben wurde. Edison wollte den Wechselstrom in "Todesstrom" und das Wort "Exekutieren" in "Westinghousen" umbenennen lassen.

1890 wird er Vater von Sohn Charles. Ein Jahr später erfindet er den Kinematographen, einen Vorläufer der Filmkamera. 1892 fusionieren Edison General Electric und die Thomson-Houston-Corp. General Electric Company. Ab 1892 lassen sich auch Röntgenstrahlen durch die Entwicklung des Fluoroskops mit Kalziumwolframat-Schicht nachweisen. 1893 entsteht das erste Filmstudio in West Orange. Zwei Jahre vor der Jahrhundertwende kommt Sohn Theodore auf die Welt.

Sicherlich war Thomas Alva Edison einer derjenigen, die den US-amerikanischen Mythos "vom Tellerwäscher zum Millionär" geprägt haben. So konnte z.B. nicht zweifelsfrei geklärt werden, ob die Schwerhörigkeit Edisons durch einen Unfall beim Experimentieren mit Chemikalien zustande kam oder durch eine Krankheit. Letzteres ist jedoch wahrscheinlicher, da auch sein Vater an ähnlichen Problemen litt. Auch der genaue Zeitpunkt der Schwerhörigkeit ließ sich nicht klären.

Weitere Lebensdaten

(video)
Edison und die Glühlampe (info)
Thomas Edison spricht über die Erfindung der Glühlampe (späte 1920er Jahre).
Probleme, das Video anzusehen? Wikipedia:Video.
  • Bis 1910 entstehen Zementwerke in Stewartsville mit Drehrohröfen, Fertighäuser werden aus Beton gegossen.
  • bis 1914 Alkali-Batterie (Eisen-Nickel-Akkumulator), Phonograph: die Schallplatte ersetzt als Tonträger die Walze bzw. die Zinnfolie
  • 1912 Kinetophon Kombination von Filmkamera und Phonograph (früher Tonfilm)
  • 1913 Korrektursystem für Diktiermaschinen
  • 1914 Telescribe-System (Kombination von Telefon und Phonograph)
  • 1914 Fabriken zur Synthese von Phenol (Karbolsäure) aus Benzol (Schallplattenproduktion)
  • 1915 Bau von Fabriken zur Synthese von Anilin und Para-Phenylendiamin in wenigen Wochen
  • 1916 Fabriken zur Synthese von Benzidin-Base und des Sulfats
  • Im Jahre 1916 ruft Präsident Wilson zur Bekämpfung der U-Boot-Gefahr auf. Daraufhin entwickelt Edison Abwehrmaßnahmen und -geräte gegen U-Boote.
  • 1927 Gründung der Edison Botanic Research Company
  • 1928 Edison erhält die Special-Congressional-Medaille

Erfindungen

Thomas Alva Edison machte mehr als 2.000 Erfindungen, von denen er 1.093 patentieren ließ.

Kritik

Trotz unbestreitbarer Leistungen auf vielen Gebieten war Edison schon zu Lebzeiten nicht unumstritten. Er galt als geschickter Vermarkter seiner eigenen Legende und als äußerst geschäftstüchtig; das zur Massenproduktion seiner Ideen geschaffene Firmenimperium machte ihn zu einem der reichsten Männer seiner Zeit. Konkurrenten suchte er mit oft als skrupellos empfundenen Methoden vom Markt zu drängen. Die Zahl der von ihm gegen andere Unternehmen geführten Urheberrechtsprozesse ist gewaltig; zudem war er selbst immer wieder dem in manchen Fällen nicht unbegründeten Vorwurf ausgesetzt, Entdeckungen Dritter plagiiert zu haben. Tatsächlich waren viele der heute mit seinem Namen verbundenen Erfindungen, darunter Telefon, Telegraf, Mikrofon und Glühlampe (die schon im Jahre 1854 von Heinrich Göbel (zweifelhaft) und erneut 1860 von Joseph Wilson Swan erfunden wurde), in Wahrheit nur Verbesserungen bereits von anderen entwickelter Geräte. Während des Ersten Weltkriegs engagierte sich Edison intensiv in der Materialforschung für Rüstungszwecke.

Charakterlich galt er als sehr schwierig; besonders mit seinem ältesten Sohn Thomas Alva Edison jr. lag er in ständiger Fehde.

Besonders bei der Elektrifizierung gab es einen sogenannten Stromkrieg zwischen dem Gleichstromsystem von Thomas Alva Edison und seinen Konkurrenten George Westinghouse und Nikola Tesla, die eine Wechselstrom-Lösung favorisierten. Hierbei wurden durch Edisons Firma Tierversuche mit Wechselstrom durchgeführt, um dessen Gefährlichkeit gegenüber dem Gleichstrom zu demonstrieren; sie riefen bei Tierschützern Empörung hervor. Man hatte eine Metallplatte an einen Wechselstromgernerator angeschlossen und lebende Tiere, die vorher auf die Platte gestellt und festgemacht wurden, in öffentlichen Demonstrationen, getötet. So wurde beispielsweise ein Elefant, der Menschen angegriffen hatte, mit Wechselstrom getötet. Dieser Vorgang wurde auch auf Film festgehalten (Electrocuting an Elephant, 1903). Vor diesem Versuch "experimentierte" Edison mehrere Jahre lang mit Katzen und Hunden. Seine Experimente gipfelten in der Entwicklung des elektrischen Stuhls, nachdem sich die amerikanische Regierung, auf der Suche nach einer neuen Exekutionsmethode, an ihn gewandt hat. Diese Form der Hinrichtung erfüllte nicht die Erwartungen an ein schmerzfreies Tötungsverfahren für die zum Tode Verurteilten.

Letztendlich musste Thomas Alva Edison doch zugeben, dass es einer seiner größten Fehler war, dass er sein System nicht auf Wechselstrom umgestellt hatte.

Siehe auch

Quellen

[1] [1], [2], [3], [4] (Zugriff jeweils am 2. Februar 2006)

Literatur

Weblinks


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