Otto Juljewitsch Schmidt

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Otto Juljewitsch Schmidt

Otto Juljewitsch Schmidt (russisch Отто Юльевич Шмидт, wiss. Transliteration Otto Jul'evič Šmidt, * 18. September/30. September 1891 in Mogiljow; † 7. September 1956 in Moskau) war ein sowjetischer Geophysiker und Arktisforscher.

Er führte 1929 und 1930 die "Sedow"-Expeditionen nach Franz-Joseph Land und Sewernaja Semlja. Als wissenschaftlicher Expeditionsleiter gelang ihm mit dem Eisbrecher "Sibirjakow" 1932 erstmals die Passage des Nördlichen Seeweges in einer Navigationsperiode innerhalb von 223 Tagen. Danach war er bis 1939 Leiter der neugebildeten Hauptverwaltung des Nördlichen Seeweges der UdSSR. Daneben leitete er die Tscheljuskin-Expedition von 1933 bis 1934 und war Organisator der ersten sowjetischen Forschungen auf einer driftenden Eisscholle mit der Station "Nordpol 1" in den Jahren 1937 bis 1938. Schmidt wird 1935 Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR und wurde für seine Verdienste 1937 mit dem Orden Held der Sowjetunion ausgezeichnet.

Anmerkung: Doppelte Daten sind erstens gemäß julianischem Kalender angegeben, zweitens gemäß gregorianischem Kalender. Der Wechsel des Kalenders fand, je nach Staat, zwischen 1582 und 1812 statt, in einigen Staaten Osteuropas erst Anfang des 20. Jahrhunderts (beispielsweise in Russland zur Oktoberrevolution 1917).

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