Ferdinand Öchsle
Christian Ferdinand Öchsle, auch Oechsle (*26. Dezember 1774 in Buhlbach bei Baiersbronn, † 17. März 1852 in Pforzheim) war ein deutscher Mechaniker, Goldschmied und Erfinder.
Nach einer Goldschmiedelehre in Öhringen siedelte Öchsle 1794 nach Pforzheim über und wurde dort 1800 Kabinettmeister in der Goldwarenfabrik von Dennig. 1803 heiratete er Karoline Gmelin. 1810 gründete er eine eigene mechanische Werkstätte, in der er vor allem Brücken- und Präzisionswaagen produzierte. 1820 bekam er vom Großherzog das Amt eines "Großherzoglich-badischen Goldkontrolleurs" übertragen.
Seine Erfindungen veröffentlichte er ab 1825 in "Dinglers Polytechnischem Journal".
1836 erschien seine Arbeit "Über den Gebrauch der Most- und Weinwaage", in der er seine Methode zur Bestimmung der spezifischen Dichte (später nach Ferdinand Öchsle zu "Grad Öchsle" benannt) im frisch gepreßten Traubensaft beschrieb. Mit der Erfindung der Mostwaage, die er zusammen mit seinem Sohn Christian Ludwig entwickelt hatte wird noch heute das Mostgewicht in °Öchsle gemessen. Zu Ehren dieser bedeutenden Erfindung für den Weinbau wird in Pforzheim seit 1986 jährlich Ende August bis Anfang September das mehrtägige Weinfest Oechslefest gefeiert.
Weitere Erfindungen waren eine Goldlegierungswaage (1838), eine "Rechenmaschine für Jijouteriefabrikanten" (1840), ein gefahrloses Knallgas-Gebläse für Lötarbeiten und das "Lebensrad" (ein Vorgänger des Kinematographen).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Öchsle, Christian Ferdinand |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mechaniker, Goldschmied und Erfinder |
| GEBURTSDATUM | 26. Dezember 1774 |
| GEBURTSORT | Buhlbach bei Baiersbronn |
| STERBEDATUM | 17. März 1852 |
| STERBEORT | Pforzheim |

