Eduard Dallmann

Eduard Dallmann (* 11. März 1830 in Blumenthal bei Bremen; † 23. Dezember 1896 ebenda) war ein deutscher Entdecker und Polarforscher. Mit seinen Reisen trug er maßgeblich zur Kenntnis der Antarktis bei.

Mit 15 Jahren heuerte Dallmann als Schiffsjunge an, mit 36 Jahren fuhr er bereits als Kapitän und betrat als erster Europäer die Wrangel-Insel in der Arktis. Als die Walbestände in den nördlichen Meeren zurückgingen, erhielt Dallmann von der Deutschen Polarschifffahrtsgesellschaft den Auftrag, mit dem 1872 von der Wencke-Werft in Bremerhaven gebauten Dampfsegler „Grönland“ die antarktischen Wal- und Robbenbestände zu untersuchen. Der kommerzielle Erfolg der Walfangexpedition war gering und deckte gerade die entstandenen Kosten, die Entdeckungen dagegen bedeutend. Bei der Verfolgung einiger Wale entdeckte der herausragende Navigator unter anderem die Bismarck-Straße und den Neumayer-Kanal. Später erkundete er die Küsten Sibiriens und Neuguineas. Zahlreiche Inselgruppen und Meerengen wurden von ihm benannt.

Heute erinnert das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung auf King George Island betriebene Dallmann-Labor an den Pionier und Entdecker.

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