Sergei Wladimirowitsch Iljuschin

Sergei Iljuschin
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Sergei Iljuschin

Sergei Wladimirowitsch Iljuschin (russisch Сергей Владимирович Ильюшин, wissenschaftliche Transliteration Sergej Vladimirovič Iljušin; * 18./30. März 1894 in Diljalewo bei Wologda, † 10. Februar 1977 in Moskau) war ein russischer Ingenieur, Flugzeugbauer und Konstrukteur.

Iljuschin ging 1914 zum Militär und wurde dort ab 1917 zum Piloten ausgebildet. Er wechselte 1919 in die neu entstandene Rote Armee. Im dann folgenden Bürgerkrieg diente er als Flugzeugmechaniker. Er ging 1921 zur Hochschule und beendete 1926 sein Studium an der Moskauer Militärakademie der Luftstreitkräfte "Prof. N.J. Schukowski", nachdem er sich mit einigen Segelflugzeugprojekten beschäftigt hatte. Er ging als Berater zur Armee zurück und begann 1931 mit der Arbeit als Leiter eines eigenen Konstruktionsbüros. Nachdem er sich mit Höhenforschungsballons beschäftigt hatte, entwickelte er die ZBK-30 (ZBK=Zentrales Konstruktionsbüro), die sich später Iljuschin Il-4 nannte und mehrere Weltrekorde aufstellte.

Der große Wurf gelang Iljuschin 1939 mit dem Schlachtflugzeug Iljuschin Il-2. Nach dem Krieg begann man mit dem zivilen Typen Iljuschin Il-12 (Erstflug 1946) und einigen Bomberkonstruktionen. Unter seinen Konstruktionen ragen heraus:

Seit 1948 hatte er eine Professur an der Luftfahrt-Militärakademie. 1967 wurde er zum Generaloberst-Ingenieur ernannt und im Jahr darauf zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR ernannt. Er war Deputierter des Obersten Sowjets der UdSSR in der 1.-7. Legislaturperiode.

Iljuschin erhielt wegen seiner Konstruktionen zahlreiche Auszeichnungen der Sowjetunion. Er war achtfacher Träger des Leninordens, erhielt siebenmal den Staatspreis (1941, 1942, 1943, 1946, 1947, 1950, 1952) und wurde dreimal (1941, 1957 und 1974) mit dem Orden Held der sozialistischen Arbeit dekoriert. Den Leninpreis erhielt er 1960.

Sein Sohn, Wladimir Iljuschin, ist ein bekannter Testpilot.

Anmerkung: Doppelte Daten sind erstens gemäß julianischem Kalender angegeben, zweitens gemäß gregorianischem Kalender. Der Wechsel des Kalenders fand, je nach Staat, zwischen 1582 und 1812 statt, in einigen Staaten Osteuropas erst Anfang des 20. Jahrhunderts (beispielsweise in Russland zur Oktoberrevolution 1917).
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