Ernst Carl Gerlach Stueckelberg

Ernst Carl Gerlach Stueckelberg (* 1. Februar 1905 in Basel; † 4. September 1984 in Basel) war ein Schweizer Mathematiker und Physiker.

Er promovierte 1926 in München unter Arnold Sommerfeld. Zusammen mit Konrad Bleuler erhielt er die Zulassung als Hochschuldozent in Zürich.

1934 entwarf er eine kovariante störungstheoretische Behandlung der Quantenfeldtheorie, die wenig Beachtung fand. 1935, unabhängig von Hideki Yukawa und vermutlich vor ihm, erklärte er die Starke Wechselwirkung der Nukleonen durch den Austausch von Vektorbosonen. 1942 schlug er vor, das Positron formal als ein Elektron negativer Energie zu beschreiben, das rückwärts in der Zeit läuft. Diese Interpretation wurde später unabhängig, und mit deutlich größerer Wirkung, von Richard Feynman aufgestellt.

In einer 1943 für die Physical Review eingereichten, aber abgelehnten, Arbeit stellte er ein Programm für die Renormierung der Quantenelektrodynamik auf.

1976 erhielt er die Max-Planck-Medaille.

Nach Stueckelberg sind die Stueckelbergwirkung und die Stueckelberg-Feynman-Interpretation benannt.

Weblinks


Dieser Text basiert auf einem Artikel aus der Wikipedia in der eine Liste der Autoren verfügbar ist und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.