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Die "Millennium-Simulation" ist die größte jemals durchgeführte Berechnung des Wachstums kosmischer Strukturen und der Entwicklung von Galaxien, Quasaren und Schwarzen Löchern. Dabei wurden mehr als zehn Milliarden fiktive Teilchen benutzt, die jeweils eine Masse von etwa einer Milliarde Sonnen repräsentierten, um die Entwicklung der Materieverteilung in einer würfelförmigen Region des Universums mit einer Kantenlänge von mehr als zwei Milliarden Lichtjahren zu verfolgen, vom Urknall bis zur heutigen Zeit. Der Rechenvorgang beschäftigte den leistungsfähigsten Supercomputer der Max-Planck-Gesellschaft für mehr als einen Monat.
Dr. Volker Springel
MPI für Astrophysik
Garching
Seit der Entdeckung des Fernrohrs im 16. Jahrhundert hat sich ihre Entwicklung revolutioniert. Angefangen mit den primitiven kleinen Linsenteleskopen stehen wir heute staunend vor den Großteleskopen mit gigantischen Spiegeln bis 10 Meter Durchmesser. Aber wie sieht eigentlich ein modernes Großteleskop aus? Und wo finden wir heute die "Tempel" der modernen Astronomie? Interessante Ein- und Ansichten gibt es im Vortrag.
Stefan Karge
Unsere Erde kommt niemals zur Ruhe. Auch heute, rund 4,6 Mrd. Jahre nach ihrer Entstehung, ist sie ein dynamischer Planet. Neben spektakulären Prozessen wie Beben und Vulkanausbrüchen beobachten Wissenschaftler auch langsame, während eines Menschenlebens kaum wahrnehmbare Prozesse. Geologen, Geophysiker, Geochemiker und andere arbeiten eng zusammen, um das komplexe System Erde über und unter der Oberfläche zu erforschen.
Brigitte Peglow
Immer wieder wird diskutiert, ob es außerirdisches Leben geben kann und wie es wohl aussehen mag. Wie hoch die Chancen sind, dass irgendwo an anderen Stellen im All Leben entstanden ist, ob es intelligentes Leben sein könnte, und welche Schwierigkeiten es bei der Kommunikation mit diesen Außerirdischen geben kann, ist Gegenstand dieses Vortrags.
Martin Stammberger
Urlaub ist das schönste Laub: Endlich hat man Zeit, in die Sterne zu schauen. Unterwegs in südlichen Ländern kann der Himmel sogar ziemlich ungewohnt aussehen. Doch wo wird es heute noch richtig dunkel? Wann stört der Mond? Gibt es vielleicht eine Finsternis oder einen Kometen zu sehen? Kann man ein Observatorium besuchen? Und was sollte man auf die Reise mitnehmen?
Sighard Schräbler
Wie gewohnt beginnt das Vortragsprogramm mit einem Überblick über die besonderen Beobachtungsmöglichkeiten der nächsten Monate. Ob Einsteiger in die Materie oder fortgeschrittener Beobachter, hier erfahren Sie, wann es sich lohnt, Ausschau nach ungewöhnlichen astronomischen Ereignissen zu halten.
Volker Heinrich
Der Blick zu den Planeten führt uns über zig Millionen Kilometer weit weg von unserer Erde - und das Ganze "live" am Okular. Aber was kann man eigentlich sehen? Mit einem kleinen Teleskop lassen sich z. B. die Sonnenflecken, die Ringe des Saturn, die hellsten Jupitermonde oder die Phasen der Venus mit eigenen Augen entdecken. Und vieles mehr, wie Sie sehen werden.
Stefan Karge
Mit Beginn der Raumfahrt und der Einführung des NAVSTAR-GP-Systems oder des GLONASS bietet sich heute jedem die technische Möglichkeit, die eigene Position durch die Beobachtung von "künstlichen Sternen" (Satelliten) zu bestimmen. Selbst kleine Empfänger geben den Standort auf 10 m genau an. Wie aber erreichen Vermessungsingenieure aus denselben Daten eine Genauigkeit von 1 cm? Weiteres zur satellitengestützten Positionierung im Vortrag.
Dietmar Bönning

